Münzenfunde in Luxemburg

 

 

LUXEMBURG
Jobst von Mähren (1388 - 1402)

Groschen o. J. (1388/1397) Quadriertes Wappen Luxemburg-Mähren

in Dreipass. Rs: Langkreuz. 2,80g.

 

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Ungarn Sigismund von Luxemburg 1387-1437. Parvus 1387-1437 Kl. Prägeschwäche

 

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LUXEMBURG
Wenzel I. (1353-1383)

Blan-Gros o.J. Kreuz. Rs: Krone über 2 Wappen. Weiller 147. 3,30g.

 

 

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Als wervolle Zeugen der gallo-römischen Zeit dürfte weiterhin die Münzen gelten, von denen die einen in unsere Museumssammlungen gelangten und die anderen wenigstens urkundlich gefaßt werden konnten. Es sind dies für

Bettemburg: Eine Stark korrodierte, unbestimmbare Bronzemünze, vieleicht ein Charonsgroschen, lag im Grab 4 des gallo-römischen Brandgräberfeldes am "Uechtwé", aus dem 1.-2. Jh. n. Chr. "Auf der Schnehr" fand man isoliert eine römische Münze mit dem Kennzeichen vom Kaiser Macrinus.

Huncheringen: In den Trümmern der gallo-römischen Villa, auf die man 1859 beim Bau der Eisenbahn Bettemburg-Nörzingen im Kauttwinkel gestoßen war, hob man drei Münzen auf:

1. (Antonius) Gallienus 253/268 (The Roman Imperial Coinage, London, 1926, ? - abgekürzt: RIC

2. (Follis) Constantinus I 306/337 (RIC)

3. (Follis) Helena 324-340 (Carson, Hill & Kent, Late Roman Bronze Coinage, I u. II, London, 1960 ?

"Auf Burgknapp", unweit des Kautwinkels, war einige Jahre zuvor Fr. - X. Würth-Paquet auf eine alte Münzegestoßen, die er jedoch nicht näher beschrieb.

Steinbrücken: "Auf Stébierg", "Im Pretersloch" (1842) fand man 5 römische Münzen vom 1.-4. Jh. n. Chr.

Wickringen: "Ob der Koop", "Am Bierg", "BeiKrepchesheck" (1842) wurd eine römische Münze von Tetricus entdeckt.

Kayl: Jean Schon, Lehrer in Kayl, schrieb am 29. April 1845 an Fr-X. Würth-Paquet: "Auf dem Bann von Kayl sind an zwei Stellen Fundamente von Gebäuden gefunden worden. "3 dort angetroffene Münzen wurden von Würth-Paquet beschrieben:

1. Frau von Antoninus Pius.

2. Constantinopolis.

3. Eine Silbermünze: Octavianus Augustus und Liberas Augusta. Sie kamen ins Athenäumsmuseum von Luxemburg.

J. Schon schrieb nochmals am 30. Juli 1846: "In der Schourel, am Fuß des St. Johannisberges, ungefähr 60 m westlich des "Johannis Kneppchen", stößt der Pflüger immer wieder auf Scherben und Steine eines antiken Gebäudes; man entdeckte auch einige Münzen, die ein Jude erwarb; ein Antoninus Pius wurde 1844 gefunden.

R. Weiller beschrieb diese Münzen wie folgt:

"Kayl, an der Schourel (Gehaansbierg), Lage einer römischen Villa":

1. (Münze aus unbestimmbaren Metall) Antoninus Pius 138/161 Rom.

2. (As ?) für Faustina 138/141 Rom

3. (Follis) Constantinus I 306/337.

4. (Münze aus unbestimmbaren Metall) Unerkennbarer Kaiser.

Kayl: "Ob Feschten", hob man , unweit der 1982 gefundenen, ARDA-ähnilchen treverischen Münze mit Gußbläschen, mehr als 40 römische Münzen vom 1. bis zum endenden 4. Jh. n. Chr. auf; sie schienen Weihegaben an die Göttin der vorbeifließenden Quelle gewesen zu sein.

Budersberg: Die Flur "Mechelaker" gab zur selben Zeit 6 römische Münzen preis, von denen 1 aus dem 2. Jh., die anderen aus dem 4. Jh. waren; 100 m davon entfernt , östlich der 1981 (gelegentlich der großen industriellen Bauarbeiten) sgegrabenen gallo-römischen Substruktionen, fand man eine römische Münze von Konstantin I. Bereits 1829 waren Münzfunde dort getätigt worden. "In Moren", nach Büringen hin, stieß man wiederholt auf römische Grundmauern, die u.a. auch römische Münzen enthielten. In Büringen selbst fand man 1ss aus unbestimmbarem Metall und mit unerkennbaren Kaisern. In Nekropole "Beim Hauwen Pärchen"las man 3 römische Tetricus-Münzen auf.

Düdelingen: 1962 fand man einen (Sestertius) Antoninus Pius oder Marcus Aurelius Rom (RIC) für Faustina I. oder II. "In Dell", "Wolkeschdall" und "St. Barbara-Straße" entdeckte man, oft in den Gärten, vier römische Münzen, u.a. 2 Sesterzen des 2. Jh. n. Chr. "Auf Kolschebierg" stieß man auf eine römische Münze: Augustus für Tiberius mit dem Bildnis des Tiberius und des Altars zu Lyon, sowie 12-14 Dupondius, RIC 370. R. Krantz und L. Körperich bemerken dazu: "Diese Münzen ist in zweifacher Hinsicht interessant:

1. Der Kolschebierg stellt die direkte Verbindung zwischen Tattenberg und Frankenloch (mit den Eisenschlacken) dar.

2. Sie gibt eine extrem frühe Datierung für den Düdelinger Raum.

Die Münzen von "Dennert"
Gefunden 1979 und analysiert von R. WeiHerwie folgt:
1. As 1. (?) Halfte des 1. Jhrdts, RIC? (CML: 337).
2. Ant Victorinus 269/271, Col, ELMER 699 (CML: 338).
3. Ant Carinus 283/285, Sis, RIC 315, SMSXXII-/- (CML: 391).
4. Fol Constantinus 1. 324/330, Tre, LRBC 38, PTRE/-/- (CML: 339).
5. Fol fur Crispus 322, Tre, RIC 347, STR/-/- (CML: 392).
6. Fol Constantinopolis 330/335, Tre, LRBC 71, TRp::-/-/- (CML: 393)
7. Fol Constantius II. oder Constans 341/346, Tre, LRBC 145-150, ?/D (CML: 340).
8. Ae 3 Valens 367/375, Rom, LRBC 713, RPRIMA/-/- (CML: 394).
9. Ae 2 Gratianus 378/383, Arl, LRBC 548, TCON/-/- (CML: 390).
10. Ae 2 (?) 378/387, ?, LRBC ?, ?, (CML: 341).
11. Ae 4 Theodosius 1. 388/392, Tre, LRBC 166 oder 169, TR/- (CML: 397).
12. Ae 4 Arcadius 388/392, Tre, LRBC 167, TR/- (CML: 342).
13. Ae 4 388/402, ?, LRBC ?, ?/- (CML: 343).
14. Ae 4 (?) 388/402, ?, LRBC ?, ?/- (CML: 396).
15. Ae 4388/402, ?, LRBC ?, ?/- (CML: 344).
16. Ae 4 388/402, ?, LRBC ?, ?/- (CML: 395).
17. Ae 4 IV. Jh., ?, LRBC ?, ?/- (CML: 346).
18. Ae 3 Ende IlL-IV. Jh., ?, LRBC ?, ?/?/?/ (CML: 345).
19. Ae 4 IV.Jh., ?, LRBC ?, ?/- (CML: 347).
20. Groge Ae 3, ? ? ? ? (CML: 336).


Die Nummern 3, 18 und 19 sind nur fragmentweise erhalten geblieben; 17, 18 und 20 sind unlesbar; die Vorderseite von 1 hat zwei unleserliche, überlappende Gegenstempel; auf der Rückseite liest man bei 10: REPARATIO-REIPUB; bei 13: Victoria-Auggg (1); bei 14: SALUS REI-PUBLICAE (2); bei 15: Victoria Auggg (1); bei 16: Victoria. - CML= Catalogue des Monnaies Luxembourgeoises. - Emmel = G. Elmer, Die Münzprägung der gallischen Kaiser in Köln, Trier und Mailand, Bonner Jahrbücher, 146, 1941, S. 1-106.