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Historie
Die Burg Johannisberg
Zur Zeit verfügen wir
nicht über konkrete Anhaltspunkte über Ursprung und Aussehen der ersten
Burg auf dem Johannisberg. Die Grabungen förderten gallo-römische
Strukturen zu Tage, welche den mittelalterlichen Befestigungen
vorausgingen.
Die erste Burg im Besitz derer von Gymnich befand sich in Düdelingen
selbst. Um 1400 wurde es vom Herzog Robert von Bar zerstört.
Zu Anfang des 15. Jahrhunderts entstand der Neubau der Burg. Die bei den
Ausgrabungen freigelegten Mauern weisen deutlich auf verschiedene
Bauperioden hin bis zum Ausbau im 16. Jhdt. (Gotik und Renaissance).
Die Quadersteine und Reliefs beweisen, dass die Herren von Gymnich,
Bolchen, Neufchâtel, Hunolstein und Isenburg viel in die Befestigungen
und den Luxus ihrer Burg investierten. Manche Dokumente sprechen von
très forte place - gewaltiges Kastell - sehr berühmte Schlossfeste.
Ab 1542 sollte sie in den Kriegen zwischen den Königen von Frankreich,
François 1er und Henri II, sowie Kaiser Karl V. schwer zu leiden haben.
In dieser Zeit wurde sie mehrmals erobert und wieder zurückerobert, bis
sie 1552 endgültig zerstört wurde und jeden strategischen Wert verlor.
In der Folge dienten die Ruinen als Steinbruch für die Dörfer der
Umgebung. In den 70er Jahren gruben die Amis de l’Histoire et du Mont
Saint-Jean die Überreste der Burg aus und konnten die Grundmauern
verschiedener Türme, des Palas, der Wohnungen, Ställe und
Wirtschaftsgebäude freilegen; drei Brunnen und eine Zisterne wurden zum
Teil ausgegraben. Die Gräben und der Zugang zur Burg sind noch deutlich
zu erkennen.
Aber die Burg hütet noch manches Geheimnis, wie das von der Jungfrau vom
Johannisberg, die, als Schlange verzaubert, alle sieben Jahre auf ihren
Retter wartet.