Die Burg von Kayl

 

1. Der Ausgrabungsplan

1. Der Wohnturm mit dem Steinboden

2. Brunnen / Ziterne

3. An den Wohnturm angesetztes Gebäude

4. Teilweise überbaute Toranlage

5. Eckturm mit Treppenaufgang

6. Pfostlöcher



2. Die Herrschaft

Kayl gehört zu den wenigen Luxemburger Burgstellen, für die die jüngere Mediävistik eine genaue Genealogie der Burgherren erarbeiten konnten. Das im folgenden angeführte Herrschaftsschema beruht ausschließlich auf den Analysen von R. Klein.

Simon I von Kayl 1278-(1300)

In diesem Simon sieht die jüngere Forschung den Erbauer der Kayler Wasserburg. Der mit den Herren von Zolver verwandte Simon war als treuer Parteigänger des Luxemburger Grafenhauses mit dem Amt des Seneschalls betraut.

Simon II von Kayl 1300-1331

Simon II, ebenfalls als Herr von Beles betitelt, übte das Amt des Mundschenks am Luxemburger Grafenhaus aus.

Simon III von Kayl 1331-(1354)

Simon III von Kayl, höchstwarscheinlich ein Neffe von Simon II, wird im Jahre 1354 als kinderlos verstorben beurkundet.

Thielmann von Kayl 1354-1367

Ein Thielmann von Bettemburg hatte im Jahre 1345 die Herrschaft Kayl als Pfand erhalten. Weil Simon III höchstwarscheinlich verstorben war, bevor seine Schulden gegenüber den Herren von Bettemburg einlösen konnte, hatte Thielmann die Herrschaft von Kayl übernommen. Der als Ritterrichter am Hofe der Luxemburger erwähnte Thielmann ist im Jahre 1367 ohne Nachkommen als verstorben beurkundet. Im weiteren Verlauf der Geschichte teilten die Familie von Sassenheim und Oettingen als Erben die Burg von Kayl untereinander auf.








Die Burg von Kayl sah fast so aus wie die Wasserburg in Pettingen



 

 

Aus dem Buch von John Zimmer (Die Burgen des Luxemburger Landes <<Band 2.>>)